Beilstein in vergangener Zeit

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Beilsteiner Burg nach Merian vor ihrer Zerstörung 1689

Dieses Bild zeigt die Beilsteiner Burg vor ihrer Zerstörung durch französische Truppen Ludwigs XIV im 17. Jahrhundert. Blick von Osten aus. (Mosel liegt hinter dem Burgkomplex).


Beilstein ohne Uferstraße

Beilstein wird oft das Dornröschen der Mosel genannt - sprich hier ist die Zeit stehen geblieben. Der Sinn dieser Aussage erschließt sich, vergegenwärtigt man sich, daß es lange Zeit keine Zufahrtsstraße an der Mosel gab. Auch die Zugänge vom Hunsrück waren allenfalls Trampelpfade. Beilstein erreichte man mit der Fähre vom gegenüberliegenden Ellenz. Das Städtchen war verkehrstechnisch im Mittelalter verhaftet. (Foto etwa 1900)


Beilstein von Ellenz aus gesehen

So sah Beilstein vom anderen Ufer der Mosel um die Jahrhundertwende aus. (Foto ca.1900)


Lipmannterasse um 1860

Dieses ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der ältesten Fotos von Beilstein.Ob die steinerne Einfassung mit zwei Eckwarten Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war, wird von den Kunsthistorikern kontrovers diskutiert. Ich persönlich neige zu einer vorsichtigen Einschätzung: Gerade das nord-westliche Ecktürmchen mit seinem zinnenbewehrtem Dach paßt so recht gar nicht zur übrigen Stadtmauer. Ein nachträglicher historisierender Aufbau erscheint mir wahrscheinlicher. Fest steht, daß die Einfassung wohl bis zum Bezug der neuen Klosterkirche in den 1690er Jahren den Beilsteinern als christlicher Friedhof diente. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Raum zu einem Gärtchen, 1875 baute David Lipmann - Besitzer des Hotel Lipmann - auf diesem Grund einen geräumigen Saal und eine wunderschöne Moselterasse. Heute führt die Uferstraße direkt an der Mauerumfassung vorbei (etwa in der Höhe des dreieckigen Fensters). Interessant auch die beiden Häuser ganz links, weil sie nicht mit der heutigen Bebauung übereinstimmen. Es gab Mitte des 19. Jahrhunderts in Beilstein einen großen Brand, dem einige Häuser und das überbaute Westtor (das Hauptportal der Stadtbefestigung) zum Opfer gefallen sind. Das Foto müßte also vor dem Brand aufgenommen worden sein. Somit könnte theoretisch ein uraltes Foto des überbauten Westportals von Beilstein existieren. (Foto etwa um 1860)


nord-westliche Stadtmauer

Dieser Rundturm war ehemals Teil der mittelalterlichen Stadtmauer von Beilstein. Die Häuserreihen links und rechts des Turms stehen auf den Fundamenten der Stadtmauer. Nach Niederlegung der Stadtmauer wurde die Beilsteiner Synagoge (2. Haus rechts des Rundturmes) moselseitig verlängert und somit um einiges vergrößert. Das Zollhaus ganz rechts stand bereits auf Baugrund außerhalb der Stadtmauer. Foto etwa 1910


Nord-West-Turm

Der Nord-West-Turm der ehemaligen Stadtmauer stammt aus dem 14.Jahrhundert, der winzige Fachwerkaufbau wohl aus dem 17. Jahrhundert. (Foto etwa 1880)


Gasthof 'Zur Burg Metternich'

Gasthof „Zur Burg Metternich“. 1636 wurde dieses ehemalige Burgmannenhaus (Burgmannen = Wachmannschaft der Burg) von den Karmelitermönchen bezogen und bis zur Fertigstellung des neuen Klosters auf dem Rammerberg als provisorisches Klostergebäude genutzt. 1693 ging das Gebäude vertragsgemäß an die Herrschaft derer von Metternich und wurde von ihnen als Kellnerei (Sitz der Finanzverwaltung) genutzt. Der Rundturm mit Kegeldach (ursprünglich der Süd-West-Turm der mittelalterlichen Stadtmauer ) wurde als Kerker genutzt. Hier wurde der später in Beilstein geköpfte Räuberhauptmann Dörfer zeitweise gefangengehalten. Teile der Stadtmauer, die Burg und Süd-West-Turm miteinander verbanden, sind im Weinberg noch zu erkennen. Foto ca.1930)


Rundturm in der südlichen Stadtmauer von 1919

In dieser Süd-Stadtmauer integriert befand sich auch jener Rundturm. Heute versehen mit einem Zeltdach aus der Mitte des 20. Jahrhunderts findet man ihn zwischen Bürgerhaus, Zehnthaus und rückseitiger Fassade des ersten Karmeliterklosters aus dem 17. Jahrhundert (heute Hotel "Haus Burg Metternich". ) (Foto etwa 1920)


Fragmente der Stadtmauer

Auf diesem knapp 100jährigen Foto sind ganz hervorragend die Fragmente der mittelalterlichen Stadtmauer zu erkennen, die Burg und Städtchen miteinander verband. Deutlich zu sehen: Die Südmauer, die sich burgabwärts bis zum Süd-West-Turm an der Mosel erstreckte. Nicht ganz so deutlich erkennt man Reste der östlichen Mauer, die sich quer durch das heutige Beilstein zog: Burgabwärts den Schloßberg herunter, über das Osttor, unterhalb des Rammerbergs (auf dem später das Kloster und Kirche erbaut wurden) bis zur nördlichen Stadtmauer (heute Alte Wehrstraße). Auf dem Foto gut zu sehen: Die treppenartig eng aneinander gebauten, teilweise auf der nördlichen Stadtmauer stehenden Fachwerkhäuser. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Burgruine noch eine hochaufragende Nordfassade, die heute nicht mehr steht. (Foto aus dem Jahre 1908)




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